Der Triglav (2864m) ist der höchste Berg Sloweniens.
Viele Slowenen müssen deshalb auf ihrem Berg mal gewesen sein. Mit etwas
Glück kann man auf dem Gipfel entsprechende Zeremonien der Slowenen miterleben.
Das Wochenende sollte man deshalb die in Gipfelnähe liegenden Hütten
meiden.
In den Alpenhütten der Julischen Alpen braucht man normalerweise keinen
Schlafsack mitbringen (Stand: Jahr 2000). Allerdings weiß ich nicht was
passiert, wenn so eine Hütte mal richtig voll ist. Diesem Zustand wird
vorher schon etwas entgegengewirkt, indem bei Personengruppen/Familien der eine
oder andere sein Bett teilen muss. So ich auch einmal mit meinem Sohn. Um das
Bett sollte man sich sofort nach Ankunft kümmern (noch vor dem ersten Bier
;-) ). In Hütten kann man mit DM bezahlen. Jedoch sollte man nicht ohne
einheimische Währung, dem Tolar, starten. Ganz wichtig: Paß bzw.
Personalausweis nicht vergessen.
Nach einer kurzen Anfahrt von der Unterkunft am See entlang bis kurz vor den Savica-Wasserfällen ging es am 31.Juli 2000 von dem dortigen Parkplatz los. Der Parkplatz liegt im Wald direkt zwischen der Hütte Koca pri Savici und der Gaststätte Dom Savica.
Start: 8:40 Uhr
Im Wald geht es über Serpentinen von 653m über die Kamarca-Kette
zu dem dahinter in 1300m Höhe liegenden Schwazen See (Crno Jezero).
Hier haben wir ca. 3/4 Std. verweilt, eigentlich etwas zu lange. Das kurze Bad
empfand ich nach dem Aufstieg und vor der weiteren Wanderung als ideal. Badesachen
mitnehmen oder ...!
Anschliessend ging es am anderen Ende des Sees Richtung der Sieben-Seen-Hütte
(Koca pri Triglavskin Jezerin). Auf der Slowenischen Wanderkarte fand
ich zwar nicht den Begriff 7-Seen, dafür aber im Internet und im
deutschen Sprachgebrauch. Egal, dieser Weg führt relativ eben an mindestens
7 Seen entlang, ist leicht zu wandern und wunderschön [auf
dem 7-Seen-Weg mit Blick zur 7-Seen-Hütte]. Mittagspause an der 7-Seen-Hütte,
Trinkwasser auftanken und weiter [auf dem 7-Seen-Weg,
Rückblick].
Den Abzweig zur Zasavska-Hütte passierten wir 18:00 Uhr und gingen
über den Dolic-Paß zur Trzaska-Hütte weiter. Dort
kamen wir 20:30 Uhr im Nebel an. Diese Hütte wird auch als Dolic-Hütte
bezeichnet. Auf Wegweisern ist ofmals nur Dolic zu lesen. In dieser Ecke
soll es sehr oft Nebel geben [auf dem Dolic-Paß
Richtung Zrzaska-Hütte (meine Frau und Sohn)]. Diese Hütte
war sehr voll und es gab kein Wasser.
Start: ca. 8:40 Uhr
Nach ca. 3 Std. erscheint dann der Triglav in seiner vollen Größe.
Leider sind auf den Bildern die Dimensionen nicht so deutlich zu erkennen [mein
Sohn und ich vor dem Triglav ; der Triglav].
Anschließend folgte der fast ausschließlich aus Klettersteigen bestehende
Aufstieg [Westseite Triglav: Klettersteig ; noch
ein Klettersteig, mein Sohn und ich]. Hier hatte ich mich bei der Tourenplanung
etwas geirrt bzw. eine Anfrage in de.outdoor brachte mit den 2 Antworten nicht
ausreichend Informationen (ja ich weis, ich hätte besser in de.alpinismus
posten sollen). An kritischen Stellen nahm ich meinen Sohn direkt vor mir und
nahm mir mehr Zeit zu Gunsten der Sicherheit. Kinder sollten hier besser mit
Sicherung gehen. Mit Disziplin, Bergerfahrung aus der Sächsichen Schweiz
und ohne zittrige Knien war das für unseren Sohn jedoch kein Problem. Die
Klettersteigbilder representieren natürlich nicht den gesamten Aufstieg.
Andernorts steht ein Gipfelkreuz, auf dem Triglav-Gipfel eine Blechtonne ;-)
[ich auf dem Triglav].
Vom Triglav sind 2 naheliegende Hütten zu sehen: Das Triglav-Haus (Triglavksi
dom) und das Planika-Haus. Wir hatten uns für das Planika-Haus
entschieden, um am folgenden Tag den Rückweg an einem Tag zu schaffen.
Das Triglav-Haus sieht (zumindest aus der Vogelperspektive) schöner aus
und hat eine Wasserversorgung! aus einem Schneefeld und eine Kirche/Kapelle.
Nachmittags sind wir am Planika-Haus angekommen. Hier tropfte wenigstens
ein Wasserhahn. Die Wasserversorgung erfolgt über Regenwasser-Sammelbecken.
D.h. Trinkwasser kaufen ;-( . [Triglav (links) vom Planika-Haus]
Start: ca. 9:00 Uhr
Von der Planika-Hütte ging es über das Vodnikov-Haus
(10:45 Uhr, Mittagessen) gemütlich und in schöner, gemischter Landschaft
direkt zur Planinska koca na Uskovnici (vielleicht Hütte am Uskovnitztal?).
An der Wegkreuzung etwas südlich vom Vodnikov-Haus geht es links
ab. Auf der Magistrale darf man dann den Abzweig nach rechts nicht verpassen.
Er ist etwas unscheinbar und mit roter Schrift auf einem Stein markiert: Usk
oder so ähnlich (=Uskovnica). Auf der Wiese könnte sich dann
die Markierung etwas verlieren. In unmitelbarer Nähe der Ruine (Restmauern)
geht es links in Serpentinen den Wiesenhang hinunter. Der Weg zieht sich dann
etwas. Die Hütte liegt im Bereich der Zivilisation - es gibt dort richtige
Duschen :-). Ich bin dann gegen 18:00 Uhr zum Bohiner See gelaufen, stückchenweise
getrampt und 20:15 Uhr mit dem Auto zurückgekommen. Eigentlich war dazu
noch ein Wandertag eingeplant.
Am nächsten Tag brauchten wir dann nur noch die bei unserer Wirtin deponierten
Urlaubssachen abholen (wollte nicht alles im Auto liegen lassen) und konnten
weiter ziehen.
Den Rückweg hatte ich eigentlich auf dem Kamm entlang
parallel zu dem 7-Seen-Weg geplant. Mit Rücksicht auf meine Familie nahmen
wir dann den gemütlicheren Weg.
Die Hütten liegen dort teilweise eng beieinander und sind vielseitig mit
Wegen verbunden. Dies ermöglicht eine einfache Umdisponierung von Routen,
z.Bsp. bei schlechtem Wetter.
Wer sich anschließend in südlicheren Gegenden von den Strapazen erhohlt,
dem seien für Unterwegs bis dahin noch 2 Tips gegeben: Die Höhlen
bei Postojna und eine hervorragende Unterkunft auf der Strecke von Postojna
nach Rijeka von der Hauptstraße links ab: Kmecki Turizem Jenezinovo, Ratezevo
Brdo 1, Tel. +386 67/86 128 .