Hirano no Kata
Inoffizielle Judo-Vorführungskata, die von dem Japaner Tokio Hirano zusammengestellt wurde. Die Hirano-no-Kata ist keine Kata im üblichen Sinne, sondern sie entwickelte sich mit den Jahren aus der Wurftechnik von Hirano. Am Anfang seiner Judolaufbahn bevorzugte er als Wurf den O-soto-gari. Da dieser aber ( wenn man ihn kennt ) leicht abzuwehren und zu kontern ist, stellten sich seine Trainings- und Kampfpartner schnell darauf ein und zwangen Hirano so, einen neuen Wurf zu lernen, der sich zwangsweise aus der Abwehr des ersten Angriffes entwickelte. So wurde aus dem O-Soto-gari ein O-soto-Otoshi. Bald war auch dieses bekannt und Hirano mußte wieder einen neuen Wurf lernen, um zu siegen. So entwickelte sich mit der Zeit eine regelrechte Kette von Würfen, die in ihrer heutigen Form als Kata demonstriert werden und ein wertvolles Kombinationstraining darstellen. Der große Wert dieser Kata liegt im sofortigen Erkennen des jeweils schwächsten Punktes des Partners und dem Ausnutzens dieses Vorteils für einen erfolgreichen nächsten Angriff.
Tori
Angriff |
Uke
Verteidigung |
Tori
Wurf |
| O-Soto-gari |
rechtes Bein zurück |
O-soto-otoshi |
| O-soto-otoshi |
rechter Arm drückt |
Harai-goshi |
| Harai-goshi |
beide Arme drücken |
O-uchi-gari |
| O-uchi-gari |
beide Beine zurück |
Seoi-nage |
| Seoi-nage |
beide Arme drücken |
Uchi-mata |
| Uchi-mata |
Hände in den Gürtel |
Tai-otoshi |
Tori faßt bei allen Techniken - wie üblich - am linken Revers und am rechten Ellenbogen des Partners an. Nur beim Uchi-mata greift Toris rechte Hand über die Schulter auf den Rücken des Partners.