Generation Genschere

Wünschiers (2019) 
Generation Gen-Schere – Wie begegnen wir der gentechnologischen Revolution?
SpringerSpektrum Heidelberg

erscheint im November 2019

Wir erleben derzeit eine neue Dimension der Gentechnologie, doch wohin soll die Reise führen?

Sollen wir Krankheiten therapieren oder besser genetisch reparieren? Führt die neue Gentechnik verbunden mit der modernen Reproduktionsbiologie zu Designer-Babies? Und: Dürfen wir eine Liberalisierung dieser Techniken als Bürgerwissenschaft (Citizen Science) zulassen?

Molekulare Genscheren können das Erbgut präzise verändern – und sie hinterlassen keine Spuren. Diese Genomeditierung gedeiht auf dem Boden zunehmenden Wissens um die Wirkungsweise der Gene, jenen merkmalsgebenden Bereichen im Genom. Vor allem im Bereich der Züchtung widerstandsfähigerer und ertragreicherer Kulturpflanzen findet dieses Wissen seine praktische Anwendung.

Und beim Menschen? In diesem Buch zeige ich, dass Genvarianten längst nicht mehr nur mit Krankheiten, sondern auch mit Ernährungsvorlieben oder Intelligenz in Verbindung gesetzt werden. Therapie- und Optimierungsmöglichkeiten liegen nahe beieinander.
Welche Wirkung hat die Umwelt auf die Ausprägung des Erbguts? Gene können zu Lebzeiten durch Umwelt, Ernährung oder Erlebtes geprägt und so verändert an die Nachkommen weitergegeben werden. Hat also die Gesellschaft eine neue Form der Langzeitverantwortung für die (epi)genetische Integrität?

In diesem anschaulich und verständlich geschriebenen Buch erkläre ich den Stand der Gentechnologie ohne allzu viel Vorwissen vorauszusetzen und lade zu einem offenen Dialog über dieses ambivalente Thema ein. Machen Sie sich ein eigenes Bild von den faszinierenden und doch auch einschüchternden Möglichkeiten der Gentechnologie. Wie stehen Sie dazu? Mithilfe dieses Buches haben Sie die Chance sich eine differenzierte Meinung zu bilden.

Ein Gedanke zu „Generation Genschere“

  1. Ich habe bisher bis zum Kapitel 3.5 gelesen und habe jetzt schon sehr große Freude an dem Buch Generation- Genschere. Ich wusste bisher noch nichts über die Züchtungsmethoden der Mutationszüchtung und dem TILLING – Verfahren. Ich finde es erstaunlich, dass im Endprodukt diese Pflanzen nicht zu durch CRISPR/Cas veränderte Pflanzen zu unterscheiden wären. Letztendlich sind auch die beiden Züchtungsmethoden große Eingriffe in das Erbgut. Ich denke, dass mit den modernen Methoden wie CRISPR/Cas viele positive Dinge erzielt werden können. Ich finde zum Beispiel gut, dass Pflanzen Insektenresistenzen zugeführt werden können, denn so kann auf großflächigen Einsatz von wirklich schädlichen Insektiziden verzichtet werden. Ich denke das Bild der Gentechnik muss sich in den Köpfen noch ändern, denn bei vielen löst dieses Thema ja leider immer noch Panik aus. Dieses Buch trägt dazu bei dies zu ändern und gibt einen aufklärenden Blick auf die Gentechnologien, die positiven Seiten auf die Möglichkeiten, die wir mit der Gentechnologie haben, sowie auf die Verantwortungen die daran gebunden sind. Auch wenn ich das Buch noch nicht komplett gelesen habe, kann ich es jetzt schon empfehlen und bin gespannt auf die nächsten Kapitel 👍

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