Genschere CRISPR/Cas, Gentechnologie bei Tieren

CRISPR-Burger in Reichweite

Gentechnik schreibt in der Landwirtschaft Geschichte: Die US-Behörde FDA gab im April 2022 grünes Licht für den Verzehr von Rindfleisch zweier CRISPR-edierter Rinderlinien – ein Novum für geneditierte Nutztiere. Durch eine gezielte CRISPR-Cas9-Mutation wurde bei diesen Rindern ein Prolaktin-Rezeptor so verändert, dass sie ein kürzeres Fell tragen. Dieses Fell verschafft den Tieren eine höhere Hitzetoleranz. Bei den beiden Gründerrindern fand die FDA mehrere unbeabsichtigte Veränderungen, von denen sie jedoch glaubt, dass sie die Gesundheit und Sicherheit der Rinder oder ihrer Produkte nicht beeinträchtigen, da es sich hauptsächlich um kleine Einfügungen und Streichungen in intergenen Regionen handelt. Diese Rinder sind nach dem AquAdvantage-Lachs von AquaBounty und den GalSafe-Schweinen von Revivicor die dritten gentechnisch veränderten Tiere, die von der FDA zugelassen wurden. Damit wurden erstmals Produkte von genomeditierten Tieren für die Lebensmittelproduktion freigegeben. Dieser Schritt der US-Regulierung betonte den Unterschied zwischen präzisem Gene-Editing und herkömmlicher Gentechnik und dürfte den Weg für weitere geneditierte Nutztiere, etwa krankheitsresistente Schweine oder hitzetolerante Milchkühe, ebnen.


Quelle: Nature Biotechnol. (2022)

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