Genschere CRISPR/Cas, Gentechnik, Gesetze

Genschere in England

Auf regulatorischer Ebene gab es in Großbritannien einen „Game Changer“: Im März 2023 wurde der Genetic Technology (Precision Breeding) Act 2023 gesetzlich verabschiedet. Dieses neue Gesetz ermöglicht es, genomeditiert erzeugte Nutzpflanzen und -tiere in England von den strengen GVO-Regularien auszunehmen. Im Vereinigten Königreich prüft die Food Standards Agency genetisch veränderte Lebensmittel auf ihre Toxizität, ihren Nährwert und ihr Potenzial, allergische Reaktionen auszulösen. Gentechnisch veränderte Lebensmittel können für den Verkauf zugelassen werden, wenn sie kein Gesundheitsrisiko darstellen, die Verbraucher nicht in die Irre führen und einen Nährwert aufweisen, der dem von nicht veränderten Lebensmitteln mindestens gleichwertig ist. Die britische Regierung erklärte, es werde den Landwirten ermöglichen, „dürre- und krankheitsresistente Pflanzen zu züchten, den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden zu verringern und Tiere zu züchten, die vor dem Auftreten schädlicher Krankheiten geschützt sind“. Großbritannien nimmt damit eine Vorreiterrolle ein, während die EU noch an einer Anpassung ihrer Gentechnik-Gesetze arbeitet.

Quelle: Department for Environment, Food & Rural Affairs

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