Wildbienen an der Blumenwiese


Ein Campus-Hotel für wilde Bienen

Die WunschAG

Die WunschAG, das ist die Arbeitsgruppe von Professor Wünschiers. Im Rahmen dieses Projektes gehören dazu vor allem noch Frau Lisa Prudnikow, Doktorandin in der WunschAG. Mehr über unsere Forschung an Bienen finden Sie hier.

Worum geht’s?

Auf dem Campus der Hochschule Mittweida, zwischen dem Zentrum für Medien und Soziale Arbeit (ZMS, Hauses 39) und dem Laserzentrum der Hochschule Mittweida (LHM), befindet sich eine Blumenwiese. Hier haben wir Nisthilfen angebracht, in denen nicht stechende Wildbienen wohnen. Diese Bestäuber leben anders als die Honigbiene nicht in einem Volk, sondern allein für sich als sogenannte solitäre Bienen. Auch produzieren sie keinen Honig, sammeln aber fleißig Pollen für ihre Nachkommen. Trotzdem spielen sie eine sehr wichtige ökologische Rolle, da sie ein sehr breites Spektrum an Blüten bestäuben.

Durch Flächenversiegelungen, Monokulturen und kurze Fruchtfolgen ist der Fortbestand vieler Wildbienen gefährdet. Ihre Nahrungsressourcen und Nistmöglichkeiten sind in unseren Landschaften rar vorhanden.


Installation der Bienenhotels mithilfe von Herrn Gäbler, Herrn Kadur und Frau Prudnikow (v.l.n.r.).

Was kann ich machen?

Blühwiesen und Nisthilfen helfen Wildbienen und anderen Bestäuber. Auch selteneres mähen bzw. bestimmte Wiesenabschnitte komplett stehen zu lassen bietet Nahrung und Wohnraum. Nisthilfen in Form von Bienenhotels oder liegengelassenen Schilf- und Pflanzenmaterial bereitzustellen, sind ebenfalls eine große Hilfe für die Wildbienen.

Was macht die Hochschule Mittweida?

Die Blühwiese zwischen LHM und ZMS der Hochschule Mittweida soll ebenfalls ein Wohlfühlort für Bestäuber werden. Die hier installierte Nisthilfe hat genau die richtige Größe für beispielsweise Mauerbienen. Die Blühwiese und die Nisthilfen sind Teil des integrierten Klimaschutzprojektes der Hochschule Mittweida.

Was machen die Bienen?

Die Wildbienenarten, die sich dieses Hotel aussuchen, werden friedlich Pollen von Blüten sammeln, um damit ihren Nachwuchs zu versorgen. Ab Juni sterben die Bienen, während sich die Larven verpuppen um im Frühjahr zu schlüpfen. Diese Wildbienenarten haben keinen Stachel und sind auch nicht aggressiv. Außerdem werden Sie nicht von Süßspeisen angezogen, der Platz hinter dem ZMS kann also weiterhin für Kuchenpausen genutzt werden.


Blick in die Brutgänge mit Brutzellen, wie sie nach der Verpuppung Ende Herbst aussehen.

Und wir lernen!

Wir entnehmen gelegentlich Pollen, analysieren im Labor dessen Erbmaterial (DNA) und bestimmen darüber am Computer dessen Herkunft. Daraus können wir auf das Sammelverhalten, die florale Diversität und die Gesundheit der Wildbienen schließen.


Was hier am Beispiel der Honigbiene gezeigt ist, untersuchen wir auch bei Wildbienen. Der Pollen muss dabei aber aus dem Brutgang 'geerntet' werden.

❋ ❋ ❋ Halte Deine schützende Hand über diesen lebendigen Ort. ❋ ❋ ❋